• Kurs-Nr.
    BS5011
  • Kursgebühr
    645 €
  • Quartal 1
    20.03. - 21.03.2019
  • Quartal 4
    15.11. - 16.11.2018
    28.11. - 29.11.2019

Einzelkomponenten eines komplexen Proteingemisches können durch Antikörper spezifisch und hochempfindlich nachgewiesen werden. Bei der Trennung der Proteine mittels Polyacrylamid-Gelelektrophorese sind die Proteine jedoch in einer Gelmatrix und somit für die großen Antikörpermoleküle unzugänglich. Daher werden die Proteine aus dem Gel auf eine dünne Membran übertragen (Western Blot). Es entsteht ein Abdruck des Proteinmusters auf der Membran und spezifische Antikörper können darauf ungehindert an gesuchte Proteine binden. Der Nachweis des zu detektierenden Proteins erfolgt durch eine Farbreaktion oder Chemilumineszenz-Reaktion. Dieser Kurs vermittelt Ihnen die Technik des Western Blots und am Ende des Kurses kennen Sie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten des Immunoblottings sowie unterschiedlicher Detektionsverfahren und können diese anwenden.

Auszug aus dem Kursprogramm

Im theoretischen Teil werden folgende Themen behandelt:

  • Grundlagen der Proteinanalytik und der Blot-Technik
  • Blottingverfahren und deren Einsatzgebiete
  • Proteinextraktion und quantitative Bestimmung
  • Protein-Separationsverfahren
  • Basiswissen über Antikörper
  • Verschiedene Detektionsverfahren für den Western Blot (ECL, AP, Phospho-Imager)
  • Methoden zur Qualitätskontrolle (Proteinquantifizierung, Coomassie-Färbung und Immunpräzipitation)
  • Spezielle Anwendungen: Kernextrakte und Membranstripping
  • Trouble shooting

Der Praxisteil umfasst die vollständige Durchführung eines Western-Blots:

  • Proteinextraktion und quantitative Proteinbestimmung
  • Probenvorbereitung
  • SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese (Fertiggele)
  • Tank und semidry blotting
  • Antigendetektion mittels Antikörpern und colorimetrischer Farbreaktion (alkalische Phosphatase)

Zielgruppe

Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit soliden Grundkenntnissen in der Molekularbiologie.

Dozent

Dr. Britt Lemke studierte nach einer Ausbildung zur Biologielaborantin in Potsdam Biologie. 2004 promovierte sie am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin auf dem Gebiet der Hämatopoese. Im Anschluss arbeitete sie als Post-Doc in der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg über Proteomics, Angiogenese, Tumorgenese und Immuntherapie von Hirntumoren. Seit September 2008 ist Frau Dr. Lemke bei der PromoCell Academy als Labormanagerin und Dozentin tätig.