• Kurs-Nr.
    BS5031
  • Kursgebühr
    712 €
  • Quartal 2
    22.06. - 23.06.2020

Der Begriff Proteomics umfasst die Erforschung des Proteoms, d.h. der Gesamtheit aller in einer Zelle oder einem Lebewesen exprimierten Proteine. Kritisch für ein aussagekräftiges Ergebnis in der Proteomforschung ist eine gezielte Probenvorbereitung. Ziel des Kurses ist daher die Vermittlung unterschiedlicher Techniken der Probenvorbereitung für die Proteomanalyse und das Erlernen der verschiedenen Grundoperationen zur reproduzierbaren Aufarbeitung von Proteinproben aus Körperflüssigkeiten, Zellkulturen, Bakterien, Hefen und Geweben. Weiterhin werden die Voraussetzungen für Techniken zur Identifikation von Protein-Interaktionen diskutiert.

Auszug aus dem Kursprogramm

Im Kurs werden Ihnen u.a. folgende Kenntnisse intensiv vermittelt:

  • Aufbau von Proteinen
  • Aminosäuren
  • Proteinfaltung und Proteinstruktur
  • Isoelektrischer Punkt
  • Enzyme
  • Antikörper
  • Proteinfällung, Proteinaufreinigung
  • Herstellung rekombinanter Proteine
  • Proteinanalyse (Elektrophorese, immunologischer Nachweis etc.)
  • Proteinstrukturanalyse (Sequenzierung, MS, NMR, Röntgenkristallographie etc.)
  • Proteinextraktion und Aufarbeitung von Proteinproben aus verschiedenem Material
  • Depletion von abundanten Proteinen
  • Analyse von posttranslationalen Modifikationen (PTMs)
  • Probenvorbereitung für die zweidimensionale Gelelektrophorese
  • Massenspektrometrie
  • Immunologische Analysetechniken (Western Blot Analysen, ELISAs, Arrays, Immunhistologie
  • Protein-Interaktionsstudien
  • Lebendzell-Fluoreszenz-Mikroskopie von Proteinen
  • Chromatographische Aufreinigung von Proteinfraktionen

Zielgruppe

Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit soliden Grundkenntnissen in der Molekularbiologie und Zellbiologie.

Dozent

Dr. Gisela Lättig studierte Chemie mit Schwerpunkt Biochemie an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg. Von 1998 bis 2003 war sie Mitarbeiterin der Strukturbiologiearbeitsgruppe am Max-Delbrück-Centrum (MDC) in Berlin und beschäftigte sich mit der Expression, Reinigung und Analyse von Proteinen. Sie promovierte am MDC über die Einschleusung von Peptiden und Proteinen in lebende Zellen und arbeitete ab 2008 als Post-Doc an der Erforschung des Einflusses von antiproliferativ wirkenden Peptiden auf die Lokalisation von Proteinen der DNA-Replikations-Maschinerie. Seit 2009 untersucht sie den Einfluss von Proteinen bei Stress oder nach oxidativer Schädigung von Neuronen an der Charité in Berlin.