• Kurs-Nr.
    BS3051
  • Kursgebühr
    1.036 €
  • Quartal 4
    13.11. - 15.11.2019

Die Erforschung der Toxizität von Substanzen in Zellen und Gewebe hat in den letzten Jahren wieder an Gewicht gewonnen. Es gibt eine Reihe etablierter Methoden, die geeignet sind, die toxischen Einflüsse von Substanzen aller Art auf Zellkulturen zu untersuchen. Da die jeweilige Methode auf den Wirkungsmechanismus der jeweils zu prüfenden Substanz zugeschnitten sein sollte, gibt es nicht die eine Methode zur Prüfung der Zytotoxizität und Mutagenität, sondern je nach Problemstellung verschiedene. In diesem Kurs erhalten Sie einen Überblick über einige der gängigen Methoden.

Auszug aus dem Kursprogramm

Im theoretischen Teil werden u.a. folgende Themen behandelt:

Zytotoxizitätstests:

  • Neutral-Rot-Färbung
  • Koloniebildungstest (colony formation assay)
  • MTT-, XTT- und WST-8 Test
  • LDH ELISA

Mutagenitätstests:

  • Ames Test
  • Mouse Lymphoma Test
  • HPRT Test
  • Mikrokern Test (micronucleus assay)

Im Praxisteil werden mit adhärenten Tumorzelllinien folgende Tests durchgeführt:

  • MTT oder WST-8 Test
  • Koloniebildungstest (colony formation assay)
  • Mikrokern Test

In einer vertieften theoretischen Einführung werden die zellbiologischen Hintergründe und mögliche Einflüsse auf Viabilität, Proliferation und Funktionalität besprochen. Es werden geeignete Assays für verschiedene Fragestellungen und auch Strategien zur Optimierung der Versuchsbedingungen erörtert. Besonderer Wert wird dabei auf die vergleichende Diskussion verschiedener Methoden und ihrer Anwendungsgebiete in der Praxis, Maßnahmen zur Qualitätskontrolle der Versuchsschritte sowie der Vermeidung typischer Fehler bzw. Behebung häufiger Probleme gelegt. In den praktischen Versuchen erarbeiten Sie sich dann die Fertigkeiten, die Sie für die erfolgreiche Durchführung benötigen.

Zielgruppe

Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Grundkenntnissen in der Zellkultur und der Zellbiologie.

Dozent

Dr. Beate Köberle studierte von 1982 bis 1988 Biologie an der Universität in Ulm. Im Anschluss daran promovierte sie im Themengebiet "DNA Reparatur und Mutagenese" in der Abteilung Klinische Genetik der Universität Ulm. Anschließend arbeitete sie von 1993 bis 2001 als Post-Doc am University College (UCL) und Imperial Cancer Research Fund (ICRF) in London auf dem Gebiet "DNA Reparatur in Hodenkrebszellen". Diese Forschung setzte sie auch im University of Pittsburgh Cancer Institute (UPCI) in den USA fort, wo sie von 2001 bis 2002 als Instructor und anschließend als Research Assistant Professor arbeitete. Seit 2006 ist Dr. Beate Köberle Projektleiterin am Institut für Toxikologie der Universität Mainz.