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DMEM/F-12

DMEM/F-12 ist eine 1:1 Mischung aus Dulbecco's Modified Eagle Medium (DMEM) und Ham's F-12 (Ham's Nutrient Mixture F-12). Diese Formulierung wird als Basalmedium für die Kultivierung eines breiten Spektrums an Säugetierzellen eingesetzt. DMEM zeichnet sich durch seinen hohen Gehalt an Vitaminen und Aminosäuren aus, wohingegen Ham's F-12 ein sehr nährstoffreiches Basalmedium darstellt. Die 1:1 Mischung beider Medien (DMEM/F-12) eignet sich vor allem für anspruchsvollere, differenzierte oder primäre Zellen wie z.B. Epithelzellen, Endothelzellen, Stammzellen.

Da die Formulierung von DMEM/F-12 keine Proteine oder Wachstumsfaktoren enthält, sollte dem Medium für die Zellkultivierung 10% fetales Kälberserum (FBS) zugesetzt werden. Wenn dem Medium synthetische Supplements zugesetzt werden, kann es aber auch für serumreduzierte oder serumfreie Zellkultur verwendet werden. 

Artikelliste - Flüssigmedien

ProdukteArtikelnummerMengeShop
DMEM/F-12 - ohne Glutamin
(mit 3.2 g/l D-Glukose, mit 1.2 g/l NaHCO3, mit Phenolrot)
BS.F4815
500 ml
DMEM/F-12 - mit stabilem Glutamin
(mit 3.2 g/l D-Glukose, mit 1.2 g/l NaHCO3, mit Phenolrot)
BS.FG4815
500 ml

Artikelliste - Pulvermedien

ProdukteArtikelnummerMengeShop
DMEM/F-12 - mit L-Glutamin
Pulvermedium
BS.T481-01
für 1 l
DMEM/Ham's F-12 - mit L-Glutamin
Pulvermedium
BS.T481-10
für 10 l

Gut zu wissen

Was ist der Unterschied zwischen DMEM und DMEM/F-12?

DMEM ist ein Basalmedium mit hohen Konzentrationen an Glukose, Aminosäuren und Vitaminen. Es eignet sich gut für robuste, schnell wachsende Zelllinien, die einen hohen Energiebedarf haben und keine sehr komplexe Nährstoffumgebung benötigen. DMEM ist deshalb (nach Zugabe von Serum) für viele etablierte adhärente Zelllinien geeignet.

DMEM/F-12 ist eine 1:1-Mischung aus DMEM und dem nährstoffreicheren Ham’s F-12-Medium. Dadurch enthält es zusätzlich zu den klassischen DMEM-Bestandteilen eine Reihe von Spurenelementen, erweiterten Vitaminen, Lipiden und weiteren Metaboliten. Diese komplexere Zusammensetzung macht DMEM/F-12 besonders geeignet für anspruchsvollere, differenzierte oder primäre Zelltypen. Es wird häufig dann eingesetzt, wenn Zellen eine feinere, besser kontrollierte Nährstoffversorgung benötigen.

Serumfreie Zellkultur: Ein wichtiger Unterschied zwischen beiden Medien ist die serumfreie Kultivierung von Zellen. DMEM benötigt Serum als Nährstoff- und Wachstumsfaktorquelle. DMEM/F-12 kann dagegen (nach Zugabe definierter Supplements wie Insulin, Transferrin, Selen und spezifischer Wachstumsfaktoren) sehr gut für serumfreie oder serumreduzierte Systeme verwendet werden. Dadurch lassen sich Wachstumsbedingungen besser standardisieren und experimentelle Variabilität reduzieren.

Produktinformationen

Kategorie:
Klassische Zellkulturmedien
Produkttyp:
DMEM/F-12
Puffersubstanz:
Natriumbicarbonat
Sterilisation:
Steril filtriert
Form:
Flüssigkeit + Pulver

Anwendung

  • Kultivierung anspruchsvoller Zelllinienler
  • Serumreduzierte oder serumfreie Zellkultur
  • Kultivierung von Epithel-, Endothel- oder Stammzellen

Publikationen

Cruciate Ligament Cell Sheets Can Be Rapidly Produced on Thermoresponsive poly(glycidyl ether) Coating and Successfully Used for Colonization of Embroidered Scaffolds
Ingrid Zahn, Daniel David Stöbener, MarieWeinhart, Clemens Gögele, Annette Breier, Judith Hahn, Michaela Schröpfer, Michael Meyer, Gundula Schulze-Tanzil
Cells 10 (2021), 877

Extracellular Vesicles of Primed Adipose Derived Stem Cells as a Therapeutic Approach for Osteoarthritis
Anouk Erb
Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität München (2025)

Klinische und genetische Risikofaktoren für die Entwicklung reif oder unreif geborener Kinder
Dr. Lina K. Sciesielski
Habilitation an der Charité-Universitätsmedizin Berlin (2024)

Isolation und Testung von rekombinanten Galektinen zur Prophylaxe der proliferativen Vitreoretinopathie
Caroline Marlene Havertz
Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität München (2024)

Minispheroids as a Tool for Ligament Tissue Engineering: Do the Self-Assembly Techniques and Spheroid Dimensions Influence the Cruciate Ligamentocyte Phenotype?
Ingrid Zahn, Tobias Braun, Clemens Gögele, Gundula Schulze-Tanzil
Int. J. Mol. Sci. 22 (2021) 11011

Functional characterization of a bovine luteal cell culture model: Effects of passage number
Arpna Sharma, Jens Vanselow, Christa Kühn, Doreen Becker
PLoS One 20 (11): e0334047 (2025)

Neuroretinal Cell Culture Model as a Tool for the Development of New Therapeutic Approaches for Oxidative Stress-Induced Ocular Diseases, with a Focus on Glaucoma
Kristian Nzogang Fomo, Natarajan Perumal , Caroline Manicam, Norbert Pfeiffer and Franz H. Grus
Cells 13 (2024), 775

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