
Colcemid (Demecolcin)
Colcemid (Demecolcin) ist synthetisches, weniger schädliches Analog zu Colchicin (ein toxisches Alkaloid der Colchicum Autumnale). Das synthetische Alkaloid depolymerisiert Mikrotubuli und hemmt somit die Ausbildung von Spindelfasern während der Mitose von Zellen. Colcemid findet daher vor allem bei der Chromosomenanalyse in der Karyotypisierung von Lymphozyten und der Chromosomenanalyse von Fruchtwasserzellen Verwendung. Es arretiert die Zellen während der Metaphase und legt Chromosomen frei, die anschließend analysiert werden können.
Unsere Colcemid (Demecolcin)-Lösung wurde in D-PBS formuliert und hat eine Konzentration von 10 µg/ml.
Gut zu wissen
Was ist der Unterschied zwischen Colcemid und Demecolcin?
Colcemid und Demecolcin bezeichnen das selbe Alkaloid. „Colcemid“ ist ein Handelsname für Demecolcin.
Was ist Colcemid und wie wirkt es?
Colcemid (Demecolcin) ist ein synthetisches Alkaloid. Es wirkt als Zellteilungshemmer und ist mit dem Alkaloid Colchicin verwandt. Colcemid bindet an das Protein Tubulin (ein wichtiger Baustein der Mikrotubuli). Dadurch können sich die Mikrotubuli nicht normal aufbauen. Mikrotubuli sind unter anderem dafür notwendig, dass sich eine Zelle bei der Mitose korrekt teilt. Colcemid blockiert diesen Vorgang und hält die Zelle typischerweise in der Metaphase an.
Wofür verwende ich Colcemid?
Colcemid finden Anwendung in der Zellkultur, um Zellen in einem bestimmten Stadium der Zellteilung anzureichern. Außerdem für die Untersuchung von Chromosomen, weil sich die Chromosomen während der blockierten Mitose besonders gut sichtbar machen lassen. Zur Untersuchung von Zellteilung und Mikrotubuli. Und für die Forschung an Oozyten/Embryonen.
Ist Colcemid giftig?
Ja, Colcemid ist giftig. Verwechseln Sie es bitte nicht mit Colchicin.
Was ist der Unterschied zwischen Colcemid und Colchicin?
Colcemid und Colchicin sind chemisch verwandte Wirkstoffe, die beide die Bildung von Mikrotubuli hemmen und dadurch die Zellteilung beeinflussen. Colcemid (Demecolcin) wird vor allem in der Zellbiologie und Forschung eingesetzt, beispielsweise um Zellen in der Metaphase der Mitose anzuhalten und Chromosomen für Untersuchungen sichtbar zu machen. Colchicin wird dagegen vor allem als Arzneimittel verwendet, insbesondere zur Behandlung und Vorbeugung von Gichtanfällen und bestimmten entzündlichen Erkrankungen. Obwohl sich beide Substanzen in ihrer Wirkweise ähneln, unterscheiden sie sich in ihrer chemischen Struktur und ihren typischen Einsatzgebieten. Aufgrund ihrer potenziellen Giftigkeit dürfen beide Wirkstoffe nur entsprechend ihrer jeweiligen Anwendung und unter geeigneten Sicherheitsbedingungen eingesetzt werden.
Produktinformationen
Kategorie: | Zellkulturzusätze |
Produkttyp: | Colcemid (Demecolcin) |
Lösungsmittel: | D-PBS |
Konzentration: | 10 µg/ml |
Form: | Flüssig |
Sterilisation: | Steril filtriert |
Anwendung
- Untersuchung von Chromosomen
- Untersuchung von Zellteilung & Mikrotubuli
- Anreicherung von Zellen in einem bestimmten Mitosestadium
- Forschung an Oozyten/Embryonen
